Molekularbiologische Analysen

PCR und Next Generation Sequenzierung

Molekularbiologische Untersuchungsmethoden wie die Real-Time PCR oder die 16S rRNA-Analyse sind kulturunabhängig, eine Anzucht von Keimen im Labor ist damit nicht mehr notwendig. Daher ermöglichen diese neuen Technologien die quantitative Untersuchung von (noch) nicht kultivierbaren Keimen wie Faecalibacterium prausnitzii oder Akkermansia muciniphila oder im Rahmen einer Mikrobiomanalyse sogar aller Vertreter des Darmmikrobioms.

Basis dieser Verfahren ist die Tatsache, dass die Erbinformation (DNA) in allen Lebewesen aus den gleichen vier Bausteinen aufgebaut ist. Bei bekannter Abfolge dieser Bausteine (Sequenz) in bestimmten Bereichen der DNA lassen sich infolgedessen Keime über Vergleiche mit bestehenden Datenbanken eindeutig identifizieren.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der noch begrenzten klinischen Datenlage zur Funktion und Bedeutung der nachgewiesenen Bakterienarten erlaubt die molekularbiologische Darmmikrobiom-Analytik derzeit noch keine klinisch-diagnostisch oder therapeutisch verwertbare Aussagen!

Zur diagnostischen Abklärung Darm-assoziierter Beschwerden ist daher die klassische/kulturelle Stuhlflora-Analyse mit gut dokumentierten Markerkeimen in Kombination mit anderen Stuhlparametern (Verdauungs-Schleimhaut-Immunmarkern) zu empfehlen. Diese kann konkrete Ansatzpunkte für Behandlungsmaßnahmen liefern. Nähere Informationen hierzu finden Sie hier.