Lactoferrin

Entzündung der Darmschleimhaut?

Lactoferrin ist ein eisenbindendes Glykoprotein mit antibakteriellem Effekt. Als Bestandteil der unspezifischen Abwehr kann es in verschiedenen Sekreten nachgewiesen werden, u. a. in Tränenflüssigkeit, Speichel und Muttermilch. Auch im Darmschleim liegt Lactoferrin vor.

Besonders hohe Konzentrationen weisen polymorphkernige neutrophile Granulozyten auf. Ein Anstieg der Lactoferrin-Konzentration im Stuhl ist daher ein Hinweis auf die vermehrte fäkale Ausscheidung von Leukozyten im Rahmen von Darmschleimhautentzündungen.

Eine vermehrte fäkale Ausscheidung von Lactoferrin weist auf Entzündungen der Darmschleimhaut hin.

Bitte beachten:

Bei Durchfall können aufgrund des Verdünnungseffektes trotz vorhandener entzündlicher Prozesse im Darm Normalwerte im Stuhl gemessen werden.

Die Höhe der Lactoferrin-Konzentration im Stuhl lässt nicht unmittelbar auf das Entzündungsausmaß im Darm schließen. Entzündliche Alterationen im Dünndarm können aufgrund der längeren Darmpassage und dem damit verbundenen vermehrten bakteriellen Abbau des Lactoferrins niedrigere Werte im Stuhl erzeugen als Veränderungen im Dickdarmbereich.

Vermehrter Nachweis bei:

  • Morbus Crohn/Colitis ulcerosa
  • Akute (Entero-)Colitiden
  • Kolorektale Neoplasien (Polypen, Karzinome)

Lactoferrin

< 7,25 µg/g Stuhl

Normbereich

≥ 7,25 µg/g Stuhl

Hinweis auf Entzündung der Darmschleimhaut

 

Vermehrter Nachweis bei:

  • Morbus Crohn/Colitis ulcerosa
  • Akute (Entero-)Colitiden
  • Kolorektale Neoplasien (Polypen, Karzinome)

Lactoferrin

< 7,25 µg/g Stuhl

Normbereich

≥ 7,25 µg/g Stuhl

Hinweis auf Entzündung der Darmschleimhaut