Calprotectin

Entzündung der Darmschleimhaut?

Das Eiweiß Calprotectin wird von neutrophilen Granulozyten sowie in geringerem Maße auch von Monozyten produziert. Es liegt in diesen Zellen im Zytosol vor und dient der Calcium- und Zink-Bindung.

Der Calprotectin-Gehalt im Stuhl korreliert sehr gut mit der fäkalen Exkretion neutrophiler Granulozyten. Er erlaubt daher Rückschlüsse auf Entzündungen und Neoplasien der Darmschleimhaut.

Bitte beachten:

Bei Durchfall können aufgrund des Verdünnungseffektes trotz vorhandener entzündlicher Prozesse im Darm Normalwerte im Stuhl gemessen werden.

Die Höhe der Calprotectin-Konzentration im Stuhl lässt nicht unmittelbar auf das Entzündungsausmaß im Darm schließen. Entzündliche Alterationen im Dünndarm können aufgrund der längeren Darmpassage und dem damit verbundenen vermehrten bakteriellen Abbau des Calprotectins niedrigere Werte im Stuhl erzeugen als Veränderungen im Dickdarmbereich.

Zur Differentialdiagnostik ist ein Darmkrebs-Check im Stuhl (Tumor M2-PK, Hämoglobin-Haptoglobin, Serum-Albumin) bzw. eine weiterführende gastroenterologische Diagnostik anzuraten (Endoskopie).

Negative Resultate schließen gastrointestinale Neoplasien nicht sicher aus!

Vermehrter Nachweis bei:

  • Morbus Crohn / Colitis ulcerosa
  • Akuten (Entero-)Colitiden
  • Kolorektalen Neoplasien (Polypen, Karzinome)

Calprotectin

< 50 µg/g Stuhl

Normbereich

≥ 50 µg/g Stuhl

Hinweis auf kolorektale Entzündung oder Neoplasie

 

Vermehrter Nachweis bei:

  • Morbus Crohn / Colitis ulcerosa
  • Akuten (Entero-)Colitiden
  • Kolorektalen Neoplasien (Polypen, Karzinome)

Calprotectin

< 50 µg/g Stuhl

Normbereich

≥ 50 µg/g Stuhl

Hinweis auf kolorektale Entzündung oder Neoplasie