Stuhldiagnostik

Stuhldiagnostik - der nichtinvasive Blick in den Darm

Die einfachste Möglichkeit, sich ein Bild von dem Zustand der Darmflora und des Darmes zu verschaffen, ist die Untersuchung des Stuhles. Spiegelt dieser doch die mikrobiellen Verhältnisse im Dickdarm wider.

Nicht nur Stuhlflora ....

Allerdings reicht die Erfassung der Bakterienflora im Stuhl für eine Diagnose und gezielte Therapie häufig nicht aus. Schließlich werden die Mikroorganismen durch zahlreiche Standortfaktoren des Darmes, durch die Verdauungsleistung und natürlich insbesondere durch die Ernährung beeinflusst. Alles Faktoren, die für die Einordnung des mikrobiologischen Befundes berücksichtigt werden müssen.

... auch Milieufaktoren beachten

Eine Verdauungsinsuffizienz führt beispielsweise zu einem veränderten Nahrungsangebot für die Mikroflora. Gelangen doch vermehrt unverdaute Nahrungsbestandteile in den Dickdarm. Damit werden Keime, die diese Substanzen verwerten können bevorzugt. Die Zusammensetzung der Dickdarmflora verändert sich entsprechend. Ein solches Problem ist jedoch nicht allein auf mikrobiellem Wege zu lösen. Erst spezifische verdauungsanregende bzw. diätetische Maßnahmen lassen hier eine Normalisierung des mikrobiellen Nahrungsangebotes und damit letztlich eine dauerhafte Regeneration der Darmflora erwarten.

Verdauungs-, Entzündungs- und Immunparameter aus dem Stuhl geben Auskunft

Daher sind ggf. über die mikrobiologische Untersuchung hinaus gehende Untersuchungen notwendig, die Aufschluss über die Darmflora beeinflussende Standortfaktoren geben. Dem Therapeuten steht dazu eine ganze Palette an Verdauungs-, Entzündungs- und Immunparametern zur Verfügung.